Sie haben einem Kind das Leben geschenkt und möchten es taufen lassen. Zunächst darf ich Ihnen alles Gute wünschen: dieses Kind möge Ihnen viel Freude bereiten, bei aller Mühe, die Sie in dieses kleine Lebewesen investieren. Sie haben dieses Kind nicht nur in die Welt gesetzt. Sie möchten es durch sein Leben begleiten, es erziehen, ihm helfen, ein frohes und glückliches Leben zu führen. Sein Leben soll gelingen.

Vielleicht haben Sie ganz bewusst Ihr Kind gewollt. Oder es hat sich, wie man manchmal formuliert, einfach eingestellt. Oder Sie mussten sich dazu durchringen, dieses Kind anzunehmen. Jedenfalls haben Sie Ja gesagt zu diesem neuen Menschen. Dieses Ja der Eltern ist für das Kind so wichtig, wie die Luft, die es seit seiner Geburt atmet. Erst wenn sich das Kind angenommen und willkommen fühlt, kann es sich entfalten und ein positives Selbstwertgefühl entwickeln.

Sie möchten Ihr Kind taufen lassen. In der Taufe wird deutlich, dass Gott jeden Menschen bei seinem Namen ruft und zu jedem Menschen Ja sagt. Durch die Liebe Gottes erhält unser Leben ein tragfähiges Fundament und steht grundsätzlich unter einem positiven Vorzeichen.

Die Taufe ist das erste und grundlegende Sakrament im Leben eines Christen. Durch die Taufe werden wir in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen, durch sie wird uns neues Leben "aus Wasser und Heiligem Geist" zugesprochen, weil wir "eingetaucht" werden in den Tod und in die Auferstehung Jesu Christi von den Toten und von ihm her neues Leben empfangen. In der Taufe feiern wir, dass Gott uns als seine Kinder annimmt. Das ist Grund genug, ein Fest zu feiern!

Mit dem Wunsch, Ihr Kind taufen zu lassen, verbindet sich das Versprechen der Eltern, ihr Kind im christlichen Glauben zu erziehen. Sie verpflichten sich, Ihr Kind auch in religiöser Hinsicht zu begleiten und legen dadurch einen wichtigen Grundstein, da sie mithelfen, dem Leben aus dem Glauben heraus einen tiefen Sinn zu geben. Da das Kind seinen Glauben noch nicht selbst bekennen kann, stehen Eltern und Paten stellvertretend für das Kind ein. Vielleicht kann die Taufe Ihres Kindes auch eine Chance sein, Ihren eigenen Glauben zu vertiefen.

Als Eltern sind Sie die ersten Bezugspersonen und tragen auch bezüglich Glaubenspraxis und Glaubensweitergabe Verantwortung für Ihr Kind. Ich bitte Sie, diese Verantwortung ernst zu nehmen und Ihrem Kind die Möglichkeit zu geben, in den christlichen Glauben hineinzuwachsen. Erziehung zum Glauben ist schwierig und einfach zugleich: der beste Weg ist das eigene Vorbild, an dem das Kind erlebt, wie Glaube "geht"! Sie lassen so das Kind erfahren, dass Gott es liebt, wie er für uns ist, wie wir beten und mit unserem Leben auf seine Liebe antworten können.

Auf diesem Weg darf ich Sie zur Feier des Sonntagsgottesdienstes und zur Beteiligung am Pfarrgeschehen herzlich einladen und wünsche Ihnen ein schönes und gesegnetes Fest!

 

Für die Pfarrgemeinde Hall - St. Nikolaus 
Jakob Patsch, Pfarrer

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Bachlechnerstraße 3
A-6060 Hall in Tirol - Österreich
Tel.: +43 5223 57914 / Fax: DW -3

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