Die Frage nach der Weitergabe des christlichen Glaubens an die kommenden Generationen ist zur Schicksalsfrage der Kirche in den westlichen Gesellschaften geworden. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Situation grundlegend geändert. Der christliche Glaube wird durch das Elternhaus und die nächste Umgebung nicht mehr selbstverständlich überliefert und prägt in der Regel nicht mehr unseren Alltag. Der Faden der Glaubensvermittlung an die künftigen Generationen ist dünner geworden oder gar abgerissen.

Dabei kommt der Familie ein besonderer Stellenwert zu. Die ersten und wichtigsten Verkünder des Glaubens sind die Eltern - vor dem Religionsunterricht in der Schule und vor der konkreten Pfarrgemeinde. Wenn die Eltern stumm bleiben, bleibt den Kindern ein wesentlicher Zugang zu Gott verschlossen. Wer im Bereich der Kindererziehung von einer religiösen oder weltanschaulichen "Neutralität" träumt, verkennt nicht nur die vielen Einflüsse und heimlichen Miterzieher - vor allem die Medien und die Werbung - sondern versperrt den Kindern auch den Weg in die Welt des Glaubens, die sie so ursprünglich und unbefangen nur als Kinder betreten können.

Nicht umsonst stellt Jesus uns die Offenheit des Kindes als Beispiel vor Augen (Mk 10,13-16). Wir alle - Kinder und Erwachsene - brauchen ein Zuhause, ein Dach über dem Kopf und mehr noch über der Seele. Der gelebte Glaube ist ein solches Obdach der Seele.

Lebendige Weitergabe des Glaubens geschieht zunächst durch das Vorbild der Eltern. Ein Kind spürt sofort, ob Gott im Leben eine Rolle spielt oder nicht, ob der Glaube ernst genommen wird oder nur ein Ornament ist, auf das auch verzichtet werden könnte. Konkrete Vorbilder - hautnah und in Tuchfühlung - braucht es vor allem deshalb, weil die Glaubenspraxis in Öffentlichkeit und Gesellschaft kaum noch Unterstützung erfährt. Die Familie ist nicht nur ein Lernort des Lebens, sondern auch ein Lernort des Glaubens.

Kinder brauchen Erziehung, um später ein starkes Rückgrat und einen eigenen Standpunkt zu gewinnen. Sie benötigen Erwachsene, die ihnen Vertrauen und Zuwendung schenken, sich Zeit nehmen für sie und ihnen Raum geben im eigenen Leben. Wir Erwachsene schulden unseren Kindern das Zeugnis des christlichen Glaubens.

Eltern wollen in der Regel für ihre Kinder das Beste. Darum dürfen wir sie auch nicht um Gott betrügen.

Wer seinem Kind die Beziehung zu Gott vorenthält, nimmt ihm etwas Wesentliches, beraubt es um wichtige Möglichkeiten, das eigene und das gemeinsame Leben jetzt und über den Tod hinaus zu deuten.

Wir dürfen die Chance, unsere Kinder mit dem Glauben vertraut zu machen, nicht vertun.

Denn, so eine Weisheit aus Pakistan, "Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen". 

 

 

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