Am 8. Dezember, neun Monate vor dem Fest "Mariä Geburt", feiert die Kirche das "Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria". Wir nennen dieses Fest schlicht "Mariä Empfängnis". Dabei geht es nicht um die Empfängnis Jesu im Schoß Mariens, sondern um die Empfängnis Mariens im Schoß ihrer Mutter Anna.

Gott hat Maria zur Mutter seines Sohnes erwählt und sie deshalb vom ersten Augenblick ihres Daseins an vor der Erbsünde bewahrt. Sie ist herausgenommen aus aller Verstrickung in Schuld und Sünde, in die alle Menschen hineingeboren werden. Mit biologischer Vererbung von Schuld hat Erbsünde nichts zu tun, sondern mit der allen Menschen anhaftenden Immunschwäche für das Böse. Maria ist zwar wie jeder Mensch mit den Folgen dieses allgemeinen Schuldverhängnisses konfrontiert, fällt ihm jedoch nicht zum Opfer. Sie ist von Anfang an vor der Erbsünde bewahrt geblieben, ohne eigenes Zutun und ohne Verdienst ihrer Eltern. Gott ist es, der hier handelt. Um Jesu willen, im Blick auf seine Menschwerdung, im Hinblick auf die Erlösung durch Christus.

Maria blieb durch das Wirken der Gnade vor der Erbsünde bewahrt, weil sie Gott von Ewigkeit her dazu bestimmt hatte, die Mutter des Erlösers zu sein. Aber die Menschwerdung Gottes geschieht nicht am Menschen vorbei. Gott setzt auf die freie Mitwirkung des Menschen. Deshalb wird Maria gefragt und sie spricht ihr "Ja" zum Plan Gottes. Sie tut es stellvertretend für die ganze Menschheit. Sie sagt ja zu diesem Kind, in dem Gott selbst zur Welt und zu den Menschen kommen will. So wird sie zum Eingangstor Gottes in unsere Welt. Sie spricht ihr "Ja", auch wenn sie nicht verstehen und begreifen kann, was das heißen und wie das geschehen soll. Aber sie glaubt, sie vertraut Gott, selbst wenn der Wille Gottes dunkel bleibt, selbst dann, wenn er zum Schwert wird, das die Seele durchdringt (vgl. Lk 2,23).

Die Glaubenswahrheit von der unbefleckten Empfängnis Mariens hat ihre biblische Grundlage in den Worten, die der Engel an die junge Frau aus Nazaret richtet: "Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir" (Lk 1,28). Sie ist "voll der Gnade", wie es im "Gegrüßet seist du, Maria" heißt. Sie ist bis in die tiefste Wurzel schon von dem geprägt, den sie in ihrem Schoß empfangen sollte, von Jesus Christus, der für uns starb und auferstand. Sie ist die große Glaubende, die sich vorbehaltlos Gott anvertraut und so zum Vorbild für uns alle wird.

So erstrahlt uns in Maria die Schönheit der Schöpfung. Wir können an ihr ablesen, wie Gott von Anfang an den Menschen gedacht und gewollt hat. Sie ist die Morgenröte der neuen Schöpfung, die sich am Weihnachtstag erfüllt im Aufgang der Sonne der Gerechtigkeit. Auf ihre Fürsprache hin schenke Gott auch uns die Gnade, seinen Willen zu tun und ihm aus ganzem Herzen zu vertrauen. 

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