Wenn in der Osternacht die brennende Osterkerze in den dunklen Kirchenraum getragen wird und dann immer mehr Kerzen den Raum mit dem lebendigen Licht erhellen, dann ist das wohl das eindrucksvollste und bewegendste Zeichen des Glaubens an die Auferstehung Jesu Christi. Er ist wirklich gestorben. Er ist "hinabgestiegen in das Reich des Todes", wie es im Glaubensbekenntnis heißt. Er hat Scheitern und Gottferne, Leiden und Tod erfahren, aber er ist nicht im Tod geblieben, sondern wurde auferweckt in Gottes Herrlichkeit. Gott hat kein Gras über Jesu Grab wachsen lassen. Dafür steht die Osterkerze.

Die Osterkerze deutet das Oster-Mysterium als Licht in der Dunkelheit. Das Dunkel ist gebrochen und das Licht hat ein für alle Mal den Sieg davon getragen. "Gott hat ihn aus den Wehen des Todes befreit und auferweckt", so heißt es in der Pfingstpredigt des Petrus (Apg 2,24). Und so wie Jesus durch den Tod hindurch zum bleibenden Leben in Gott gegangen ist, so werden auch wir durch den Tod hindurch zu neuem Leben gerufen. Dieser Glaube an die Auferstehung von den Toten stellt alles auf den Kopf und wirft alle empirischen Tatsachen von Grund auf um. Darum wird zu Ostern jene Nacht besungen, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und die Botschaft verkündet, dass das Leben stärker ist als der Tod.

Jesu Auferstehung ist Vorwegnahme dessen, was uns allen verheißen ist. Sie hat entscheidende Bedeutung für uns, berührt jedes menschliche Schicksal und gibt unserem Leben letzten Sinn. Denn das Osterereignis lässt uns alles in einem anderen Licht sehen und ermutigt uns, dem Leben zu trauen und sich für das Leben und die unbedingte Würde des Menschen zu engagieren, für das ungeborene Leben wie für das behinderte und das zu Ende gehende, für eine gerechtere Welt und für einen sorgsamen Umgang mit der Schöpfung. Christen sind überzeugt: die Auferstehung Jesu und die uns damit geschenkte Hoffnung ist die wichtigste Botschaft, die Menschen je erreicht hat und je erreichen wird.

 Jakob Patsch, Pfarrer

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