Mit dem Advent beginnt das Kirchenjahr und wird der Weihnachtsfestkreis eröffnet. Die Adventzeit dient der Vorbereitung auf das Fest der Geburt Jesu Christi. Sie ist eine Zeit freudiger Erwartung, ruft zu innerer Einkehr und zur Besinnung. Advent bedeutet "Ankunft" (lat. adventus) und meint die Ankunft des Sohnes Gottes in unserem menschlichen Fleisch.

Außerhalb der Kirche gibt es keinen Advent mehr, sondern nur noch einen wochenlangen weihnachtlichen Konsumrausch. Wenn Weihnachten schon wochenlang vorweggenommen wird und dann innerhalb weniger Stunden wie ein schnelles Feuer abbrennt, dann ist Weihnachten am zweiten Feiertag schon vorbei. Weil man eben nicht Advent - die Zeit der Erwartung - gefeiert hat, nicht warten konnte, weil man keine Vorfreude aufkommen ließ, währt auch die Freude des Festes nur so kurz.

Die vier Adventsonntage erhalten vom Evangelium her ihr eigenes Gesicht. Ein zur Wachsamkeit mahnendes Evangelium von der Wiederkunft Christi eröffnet den Advent. Die Gestalt Johannes des Täufers, der durch seine Umkehrpredigt den Weg bereitet, bestimmt das Bild des zweiten und dritten Adventsonntags. Auf das Fest der Geburt Christi bereitet unmittelbar der vierte Adventsonntag vor, dessen prägende Gestalt Maria, die Mutter Jesu, ist. Neben dem Gedächtnis an das erste Kommen Christi in Niedrigkeit gehört wesentlich zum Advent der Gedanke an das noch ausstehende, zweite Kommen des Erlösers in Herrlichkeit. Die ehrliche Frage, wie wir mit unserem Leben vor den kommenden Herrn hintreten können, bringt einen heilsamen Ernst in die Vorweihnachtszeit.

Die liturgische Farbe des Advents ist das Violett. Es ist die Farbe der Vorbereitung und der Buße, eine gedeckte Farbe, die zurückgenommenes Leben, Verhaltenheit und verstärkte Innerlichkeit signalisiert. Das Violett wird am dritten Adventsonntag zum Rosa aufgehellt: Zeichen der Vorfreude auf das nähergekommene Christfest. Der dritte Adventsonntag trägt den Namen "Gaudete" (lat. "Freuet euch!"). Wenn an den Sonntagen das Gloria nicht verwendet wird, dann darum, um den Gesang der Engel auf dem Hirtenfeld an Weihnachten wie eine neue Botschaft erklingen zu lassen: "Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede den Menschen auf Erden".

Wohlwollende Aufmerksamkeit verdient das religiöse Brauchtum im Advent. In rechter Weise gepflegt, hilft es, den besonderen Charakter der Vorweihnachtszeit bewusst zu halten und emotional zu verankern. Der Adventkranz erfreut sich allgemeiner Verbreitung und Beliebtheit. Der grüne Kranz bedeutet Leben und Gemeinschaft. Die vier Kerzen symbolisieren das Wachsen des Lichtes, den stufenweisen Weg zum Weihnachtsfest. Neben der sonntäglichen Eucharistiefeier versammelt sich die Gemeinde zum Rorate-Gottesdienst am frühen Morgen. Ihren Namen erhielt diese Messe von dem alten Adventruf: "Rorate, caeli" - "Tauet, Himmel, den Gerechten". Der Ruf bringt die Sehnsucht der Menschen nach Erlösung zum Ausdruck und kommt in vielen Adventliedern vor. Die reiche Lichtsymbolik der Advent- und Weihnachtszeit verweist auf jenes Licht, das alle Finsternis erhellen kann: Jesus Christus, der unter uns - als Mensch unter Menschen - erschienen ist.

Aktuelle Termine

14. Dez. 2017, 14:00 Uhr

PfarrEGG

Kinder-KUNTERBUNT
Eltern-Kind-Treff

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17. Dez. 2017, 09:30 Uhr

Pfarrkirche St. Nikolaus

Familiengottesdienst
3. Adventsonntag - Gaudete

mit Kinderliturgiekreis und Kinderchor Cantini
anschließend Pfarrcafé

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17. Dez. 2017, 19:00 Uhr

Pfarrkirche St. Nikolaus

Eucharistiefeier
am 3. Adventsonntagabend - Gaudete

Adresse

Pfarrbüro Hall in Tirol - St. Nikolaus
Bachlechnerstraße 3
A-6060 Hall in Tirol - Österreich
Tel.: +43 5223 57914 / Fax: DW -3

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